Den Hund sozialisieren II – Was muss ein alltagstauglicher Hund lernen?

Es stellt sich zu Beginn immer die Frage, welche Aufgabe das neue Familienmitglied bekommt. Ein Wachhund muss beispielsweise nicht mit einem Einkaufsbummel durch die Innenstadt konfrontiert werden. Hunde, die mit Kindern in Kontakt kommen, müssen hingegen in zahlreichen Disziplinen sozialisiert werden. Für die Prägungsphase ist es hilfreich sich in die Lage des Hundes hineinzuversetzen. Er kennt die Welt und die verschiedenen Eindrücke nicht. Er muss alles erst kennenlernen wie ein kleines Kind.

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Zusammentreffen mit anderen Hunden/Tieren

Der Kontakt zu anderen Tieren und Hunden ist bei Welpen immer sehr schwierig. Zum einen ist dies eine besonders wichtige Trainingseinheit, da immer wieder Tiere aufeinandertreffen werden. Zum anderen muss die Reaktion des Gegenübers einkalkuliert werden. Hier gilt es immer abzuschätzen, ob eine Gefahrensituation vorliegt oder nicht. Der Halter muss deshalb besonders aufmerksam sein und schnell reagieren können. Der Kontakt zu anderen Hunden kann unter anderem in einer Hundeschule erlernt werden. In vielen Haushalten treffen Hunde und Katzen aufeinander. Nicht jeder Welpe ist für diese Art des Zusammenlebens geeignet. Es gilt jedoch die bekannte Regel, je früher die Hunde mit einer Situation vertraut gemacht werden, umso besser finden sie sich darin zurecht. Ein Zusammenleben von Hunden und Katzen ist also prinzipiell möglich. Viele Hunde werden auch als Hüte- oder Jagdhunde eingesetzt. Diese Tiere müssen zunächst auf den Kontakt mit Schafen, Hirschen oder anderen Waldtieren vertraut gemacht werden. Des Weiteren ist eine spezielle Trainingsphase notwendig, in der die Hunde ihre Aufgabe erlernen. Die Trainingseinheiten müssen über mehrere Wochen hinweg wiederholt werden bis die Hunde ihre Aufgabe selbstständig erledigen können.