Rudel-Grundsätze

Es gibt einige „Rudel-Grundsätze“, die Hundehalter deshalb möglichst einhalten sollten: Einer heißt: Der Chef frisst zuerst! Deshalb sollte der Hund nicht am Tisch von den essenden Menschen aus der Hand gefüttert werden, sondern sein Essen zu festgelegten Zeiten an seinen Futterplatz bekommen. Nach einer anderen Regel sollte der Hund daran gewöhnt werden, an Durchgängen nicht vor sondern erst nach dem Menschen gehen zu dürfen. Er sollte auch seine ihm erlaubten Plätze zugewiesen bekommen. Der Mensch muss bestimmen, wo das Tier sitzen oder liegen darf und wo eben nicht. Wenn der Hund an der Leine geht, muss er Richtungswechseln folgen, ohne woanders hin zu zerren oder sich zu verweigern.

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Eine andere Regel heißt Gewinngarantie. Sie besagt, dass beim Spielen und Toben mit dem Hund, der Mensch am Ende den Verlauf bestimmt und das Spiel anfangen und beenden sollte. Er sollte sich auch nicht vom Hund „belästigen“, also anlecken, anstupsen oder drängeln lassen, wenn er das nicht gestattet. Ein kurzer Befehl muss das beenden. Im Gegensatz dazu darf der ranghöhere Mensch das Tier zu jeder Zeit anfassen, auch beim Fressen oder schlafen. Er muss ihm zum Beispiel jederzeit auch den Fang öffnen können, wie es in der Natur die höherrangigen Tiere auch tun, ohne sich zu wehren und ohne zu schnappen.
Auch in der Familie lebende Kinder stehen im Rang vor dem Hund und sollten sobald als möglich lernen, ihm das durch Befehle zu zeigen. Natürlich soll das alles nicht darauf hinauslaufen, den Hund ständig zu drillen, zu maßregeln oder gar zu bestrafen. Im Gegenteil sollte positive Bestärkung und liebevolle Behandlung die Grundlage des Zusammenlebens mit dem Hund sein.