Urlaub mit Hund V – Hund am Strand

Wenn die Anreise geklappt hat, kann der entspannte Urlaub mit Hund beginnen. Allerdings ist auch am Urlaubsort einiges zu beachten, damit der Vierbeiner sich ebenso gut fühlt wie der Mensch. Gerade in warmen Urlaubsländern muss im Sommer darauf geachtet werden, den Hund nicht zu überhitzen. Größere Spaziergänge sollten in die Morgen-und Abendstunden gelegt und tagsüber für ein schattiges Plätzchen gesorgt werden. Auch ein kühles Bad und ausreichend frisches kaltes Wasser zum Trinken sind wichtig.

IMG_2407

Die Frage, ob Hunde im Meer baden sollten, entscheiden sie in der Regel selbst. Viele Hunde lieben das Meer und toben auch gern durch den Sand. Es gibt aber auch welche, die das Salzwasser oder die Wellen gar nicht mögen oder grundsätzlich bei Hitze nicht ins kühle Nass gehen. Man sollte sie dann auch nicht ins Meer zwingen sondern auf andere Weise abkühlen. So kann man Hunden die Pfoten kühlen, ihnen ein feuchtes Tuch auflegen und sie in den kühlen Schatten bringen. Eine Mulde im feuchten Sand tut bei Wärme gut und kühlt den Hundebauch. Aber auch wenn der Hund begeistert ins Meer springt, darf er das beileibe nicht überall. An belebten öffentlichen Stränden ist es meistens verboten, auch an den allermeisten Hotelstränden. Aber es gibt in Seebädern oft spezielle Hundestrände und auch viele einsame Strand-Abschnitte zum Toben und Baden mit Hund. Nach einem Tag am Meer sollte der Hund mit Süßwasser geduscht oder abgespült werden, um die Salzkruste und den Sand aus dem Fell zu entfernen.

Urlaub mit Hund IV – Hunde im Flugzeug

Halter die ihren Hund auf eine Fernreise im Flugzeug mitnehmen wollen, sollten schon bedenken, dass damit Stress für das Tier verbunden ist. Die Abwägung darüber ob es für den Hund schlimmer ist, einige Zeit ohne Herrchen und Frauchen auskommen zu müssen, oder für viele Stunden in einer Tasche eingesperrt zwischen den Flugzeugsitzen oder in einer Transportkiste im Flugzeug-Bauch zubringen zu müssen, muss jeder Hundebesitzer selbst treffen. Sie hängt auch von verschiedenen Faktoren ab. Ein jüngerer, gesunder und wesensfester Hund wird die Prozedur sicher unbeschadet überstehen, für sehr ängstliche, hyperaktive, alte und kranke Hunde könnte sie großen Stress und unter Umständen körperlichen Schaden bedeuten.

aircraft-537963_640

Wer den Hund auf Flugreisen mitnehmen will, sollte ihn auf jedem Fall vorher an die Transport-Tasche oder Transportbox gewöhnen. Unruhigen und ängstlichen Tieren können auch vom Tierarzt empfohlene leichte Beruhigungsmittel zur Stress-Bewältigung eingegeben werden. Hunde bis etwa 6 Kilogramm Gewicht (hier gibt es innerhalb der Fluggesellschaften kleine Unterschiede) dürfen mit in den Fahrgastraum. Allerdings müssen sie in geschlossenen Transporttaschen untergebracht sein.

Urlaub mit Hund III – Auslandsreisen

Will man seinen Hund mit ins Ausland nehmen, müssen zusätzlich folgende Fragen im Vorfeld geklärt werden:

  1. Welche gesetzlichen und tierärztlichen Bestimmungen gelten für die Einreise von Hunden ins Urlaubsland?
  2. Wie funktioniert die Tier-Beförderung bei einer Fernreise?

Einreisebestimmungen für Hunde

Die Einreisebestimmungen für Hunde, aber auch alle anderen Tiere, unterscheiden sich in den einzelnen Ländern erheblich. Sogar innerhalb der EU sind sie nicht einheitlich. Es ist deshalb sehr wichtig, sich vor der Buchung einer Auslandsreise genau und vor allem rechtzeitig über diese Bestimmungen zu informieren, weil man sonst unter Umständen die Grenze nicht passieren kann oder große Schwierigkeiten auf einen zukommen können. Das beginnt schon bei den Dokumenten, die der mitreisende Hund braucht. Viele Staaten verlangen einen Internationalen Impfpass für Hunde, andere ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis. Fast überall wird eine Tollwut-Schutzimpfung verlangt, die frühestens 1 Monat und spätestens 1 Jahr vor der Einreise erfolgt sein muss.

6

Andere Staaten wie zum Beispiel Großbritannien verlangen ein sogenanntes „Pets Zertifikat“ ,das die Identifikation mittels Mikrochip, eine Blutuntersuchung und eine Anti-Parasiten-Behandlung beinhaltet Andere verlangen darüber hinaus den Nachweis einer aktuellen Impfung gegen Staupe, Virus-Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose. Es gibt auch Staaten, die bestimmten Hunderassen wie zum Beispiel Pittbull, Staffordshire-Terrier, Tosa oder Dogo Argentino grundsätzlich keine Einreise gestatten und auch Hunde unter einem bestimmten Mindestalter nicht einreisen lassen.

Urlaub mit Hund II – Inlandsreisen

Innerhalb Deutschlands zu reisen ist mit Hund besonders unkompliziert. Es gibt hierzulande unendlich viele Ferienwohnungen und Ferienhäuser, aber auch Pensionen und Hotels, in denen Hunde willkommen sind. Wichtig ist nur, sich im Vorfeld zu vergewissern, ob ein oder mehrere Hunde mitgebracht werden dürfen.

Ferien mit Hund in Deutschland sind auch deshalb empfehlenswert, weil die klimatischen Verhältnisse günstig für das Tier sind und extreme Temperaturen nur selten vorkommen. In den meisten Fällen ist die Anreise kurz. Die meisten Hunde kommen heute mit Autofahrten gut klar, viele lieben Autotouren sogar ausgesprochen.

DSC_0200

Auch Zugfahrten stellen für „moderne“ Hunde in der Regel kein Problem dar. Sind die Hunde klein (bis 6-8 Kilogramm) und passen in eine Tragetasche oder tragbare Transportbox, kann man sie sogar kostenlos mit der Bahn befördern. Größere Hunde werden natürlich auch befördert, allerdings müssen sie einen Maulkorb tragen und auch einen eigenen Fahrschein besitzen.

Etwas anders sieht es allerdings bei Fernbus-Reisen aus. Fast kein Busunternehmen im Fernverkehr erlaubt die Mitnahme von Hunden (außer Blindenhunden und Begleithunden für Behinderte). Sehr angenehm und entspannt ist auch eine Wohnmobilreise oder Camping mit Hund. Auf vielen Campingplätzen sind Hunde erlaubt und es gibt darüber hinaus auch ausgewiesene Hunde-Campingplätze.

Urlaub mit Hund I – Allgemeine Informationen

Für viele Hundebesitzer steht eines fest: Auch im Urlaub wollen sie ihren geliebten Vierbeiner bei sich haben und ihn weder bei Angehörigen noch Freunden und auch nicht in einer Hundepension lassen. Wer so denkt, hat nur zwei Möglichkeiten. Entweder macht er Urlaub zu Hause oder er verreist eben mit Hund. Das ist kein großes Problem, wenn man sich ein hundefreundliches Reiseziel aussucht und sich allgemein an einige wichtige Regeln hält.

soap-bubbles-672658_640

Ob der Hund auch in ferne, exotische und klimatisch schwierige Länder mitgenommen werden sollte, ist eine Frage, die jeder Hundehalter für sich selbst entscheiden muss. Aber es kommt auch sehr auf den jeweiligen Hund an, ob eine gemeinsame Urlaubsreise ein Vergnügen für alle Beteiligten wird. Es gibt heute viele sehr gut sozialisierte Hunde, die mit Bahnhöfen und Flugplätzen, Menschenmengen, anderen Hunden, Lärm und Straßenverkehr nicht das geringste Problem haben, die im Restaurant entspannt unterm Tisch liegen, aufs Wort hören und musterhaft bei Fuß gehen können. Solche Hunde können praktisch überall hin mitgenommen werden. Hunde, die fast nur den Hof und den Garten kennen und in Wald und Feld spazieren geführt werden, sind mit einigen Urlaubszielen ganz einfach überfordert.