Reizangeltraining II – Den Hund richtig reizen

Manche Hunde lassen sich schnell reizen zum Verfolgen und fassen eines Reizdummys.

Hunde vergessen sich und flippen aus. Bei diesen Hunden kannst du mit dem Reizangeltraining eine Menge erreichen. Andere Hunde lassen sich nicht reizen. Das sind Hunde, die keinen Beutetrieb haben oder Hunde, die gejagt haben und schnell hinter den Schwindel gekommen sind. Diese Hunde kannst du weniger in Sachen Gehorsam beeinflussen oder das Vorstehen entwickeln, da diese bei weniger großer Einwirkung und einer Forderung nach Gehorsam sich lieber zurückziehen. Mit einer hohen Reizlage kannst du eine Menge beim Training erreichen.

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Du hast einige Möglichkeiten, deinen Hund zu reizen und den Dummy zu verfolgen. Das bedarf allerdings einiges an Vorarbeit.

Was ist zu tun, damit du die Reizangel dem Hund schmackhaft machen kannst?

  • Du wählst den Reizdummy aus, das den Hund am meisten interessiert, beispielhaft ein Fellstück oder ein Futterbeutel und versiehst das mit extra Flatterbändern.
  • Du wählst einen Ort, der den Hund nicht weiter ablenkt – und steigerst die Ablenkung erst, wenn dein Hund sich in Richtung hohe Reizlage bringen lässt.
  • Fasse die Trainingseinheiten kurz und beende sie, wenn der Hund am Spiel am meisten Interesse zeigt.
  • Lasse zu Beginn deinen Hund schnell zum Beuteerfolg kommen und nicht ohne Ende hinter dem Dummy hinterher rennen.

Für den Hund ist anfangs ein Spielen mit der Beute interessanter, als eine Arbeit mit der Reizangel. Du kannst die Angel erst weglassen und dem Hund das Spiel zum Verständnis näher bringen: Beute machen – Beute tauschen. Wenn er das verstanden hat, hast du als Hundeführer halb gewonnen und machst die Beute an der Schnur fest und hängst sie erst anschließend an eine Reizangel.

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Reizangeltraining I – Die Reizangel

Die Reizangel ist eine Stange, die 1,5 bis 2 Meter lang ist. Daran hängt eine genau so lange Schnur, an deren Ende der „Reiz“ angebunden ist. Reizen könnt ihr den Hund mit allen möglichen Gegenständen, die ihn anmachen. Das kann ein Stück Stoff sein mit Federn daran oder ein Fellstückchen. Ihr könnt die Fantasie frei walten lassen, solange der Dummy dem Hund einen Anreiz gibt, den ihr fördert. Die Stange soll leicht genug zu handhaben sein, leicht zu führen und Belastung vertragen können. Zu Beginn kannst du mit einem einfachen Stock beginnen, eine gute Teleskopangelrute wäre auf Dauer besser. Die Schnur muss reißfest genug sein, um keine Verletzungen hervorzurufen.
Wichtig ist, dass du ein solches Training mit einem körperlich gesunden Hund durchführst.

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Wie arbeitet eine Reizangel?

Du hast als Hundeführer mit der Reizangel ein einfaches Werkzeug, um den Reizdummy zu bewegen und eine fliegende Beute zu simulieren. Der Hund spürt seinen Beutetrieb und beginnt hinterher zu streben und die Beute zu verfolgen. Der Beutetrieb regt den Hund an, das Reizdummy fassen zu wollen. Da du den Dummy in der Nähe hast im Radius der Reizangel plus Schnur, versetzt du den Hund in eine relativ hohe Reizlage.
Hast du diesen Punkt der hohen Reizlage erst erreicht und der Hund verfolgt den Dummy, kannst du deinen Hund körperlich effektiv auslasten. Damit bist du auf dem Weg, um deinen Hund mit dem Reizangeltraining im Gehorsam unter hoher Reizlage zu trainieren. Der Jagdtrieb bleibt unter Kontrolle, wird zunächst weniger beeinflusst. Über die Reizangel erziehst du deinen Hund richtig und powerst ihn nicht unnötig aus.

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