Wirksame Zeckenmittel für den Hund

Von Zecken kann grundsätzlich jeder Hund befallen werden, selbst Menschen sind vor Zeckenbefall nicht sicher. Die Hunde reagieren jedoch unterschiedlich anfällig auf Zecken.

Prinzipiell ist es so, dass Hunde mit sehr langem Fell eher befallen werden, wie Hunde mit sehr kurzem Fell. Das liegt an dem einfachen Grund, dass sich die Zecken in langem Fell besser verstecken können. Doch was kann man gegen die lästigen Zecken unternehmen, welche Mittel gibt es und welche sind am effektivsten?

Biologische Zeckenmittel für den Hund

Biologische Mittel gegen Zecken wirken sehr schonend und sind für die Tiere in den meisten Fällen völlig unbedenklich. Die Wirkung selber ist allerdings bei vielen Mitteln sehr umstritten und nicht 100 %. Wirkt ein natürliches Mittel gegen Zecken bei dem Hund, liegt es in den meisten Fällen daran, dass der Hund nur einen geringen Zeckenschutz benötigt, da er nicht sehr anfällig für Zecken ist. Außerdem sind natürliche Mittel oftmals recht kostengünstig.

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Besonders beliebt sind Öle, wie Lavendel, Teebaum, Geranien oder Neem, weil man diesen Ölen eine zeckenfernhaltende Wirkung nachsagt. Sie enthalten Wirkstoffe, die unter anderem auch Insekten fernhalten. Aber auch Kokosöl wird eine zeckenabwehrende Wirkung nachgesagt. Reibt man seinen Hund täglich mit Kokosöl ein, erzielt man eine sehr gute Wirkung. Diese Mittel eignen sich für Hunde, die weniger anfällig für Zecken sind. Preislich sind die Öle eine kostengünstige und schonende Alternative zu chemischen Medikamenten und frei erhältlich.

Auch Bernsteinhalsbänder sind eine vielfältige Lösung. Sie helfen gegen Zecken und sogar wenn kleine Kinder Zahnschmerzen haben. Allerdings wirken die Bänder nur, wenn sie nicht poliert wurden. Außerdem wirken sie Depressionen entgegen und bei Magen-Darm-Beschwerden. In Anbetracht der vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten sind die Bernsteinketten im Anschaffungswert relativ kostengünstig und schon ab 6,99 erhältlich.

Wer seinen Hund nicht täglich einreiben möchte, kann es mit einem Kräuterhalsband probieren. Die Anwendung eines solchen Zeckenmittels ist recht einfach und bequem, aber die Wirkdauer ist nur sehr gering.

Mittel aus dem Fachhandel

Dann gibt es noch die Mittel gegen Zecken aus dem Fachhandel. Hier besteht die Auswahl aus verschiedenen Zeckenhalsbändern, Spot-on Produkten oder Sprays. Die Wirkweise von Zeckenschutz aus dem Fachhandel, stuft man von schwach bis mittel ein. Der Wirkstoff dieser Mittel liegt deutlich unter denen, die beim Tierarzt erhältlich sind, dementsprechend geringer fällt dann auch die Wirkung aus.

Chemische Zeckenmittel vom Tierarzt

Bei chemischen Zeckenmitteln vom Tierarzt, sprechen wir von sehr wirksamen Zeckenmitteln mit einem hohen Anteil an effektiven Wirkstoffen gegen Zecken. Auch hier besteht die Auswahl aus Halsbändern und Spot- ons. Die bekanntesten Mittel sind Seresto, Exspot und Scalibor. Die Wirkweise von Zeckenmitteln dieser Art, ist deutlich stärker als bei den freiverkäuflichen. Man sollte stets bedenken, dass diese Zeckenmittel als Gift eingestuft werden und sie vor allem für Fische und Bienen giftig sind. Aus diesem Grund darf mit diesen Mitteln nicht in öffentlichen Gewässern gebadet werden. Nur die wenigsten halten sich leider daran. Die Wirkdauer von Zeckenmitteln dieser Art ist sehr hoch, weswegen die chemischen Mittel auch etwas kostspieliger sind.

Die Wichtigkeit von Zeckenmitteln

Gegen Zecken vorzubeugen oder im Falle eines Befalles, diese zu entfernen, ist unerlässlich. Zecken können gefährliche Krankheiten auf den Hund übertragen, die im schlimmsten Fall sogar tödlich enden können. Möchten Sie Ihren Hund nicht mit chemischen Medikamenten belasten, bedenken Sie bitte: Sollte es durch einen Zeckenbiss zu einer Erkrankung Ihres Hundes kommen, wird ihm ein Vielfaches mehr, an chemischen Medikamenten zugeführt, wie in einem Zeckenschutzmittel enthalten ist. Die Wichtigkeit eines ausreichenden Zeckenschutzes sollte also nicht unterschätzt werden.

 

Egal, für welches Mittel sie sich entscheiden, es ist wichtig, den Hund nach jedem Spaziergang, nach Zecken abzusuchen.

Schutz vor Flöhen und Haarlingen für den Hund

Der Floh und der Haarling sind Ektoparasiten, das bedeutet sie leben auf einem sogenannten Wirt, dringen jedoch nicht in ihn ein. Der Floh ist ein Blutsauger, ein Haarling dagegen ernährt sich von Hautschuppen, Hautdrüsensekreten und Haaren. Beide dieser Schädlinge sind nicht nur lästig, sie können auch Überträger von Bandwürmern sein und durch den Juckreiz können Entzündungen entstehen. Es ist also ratsam, den Hund ausreichend zu schützen oder ggf. schnell gegen den Befall vorzugehen.

Schutz vor Flöhen

Ein ausgewachsener, geschlechtsreifer Floh ist 1,5 bis 4,5mm groß und seine Sprungbewegung gilt als eine der schnellsten Fortbewegungen unter allen Tieren. Die adulten Tiere machen allerdings nur 1-5% ihrer Gesamtbevölkerung aus. Bei einem Flohbefall beim Hund, muss man davon ausgehen, dass sich noch ca. 50% Eier, 35% Larven und 10% Puppen in der Umgebung befinden. Die Puppen sind sehr widerstandsfähig und können bis zu einem Jahr überleben. Daher ist die Bekämpfung aufwändig und muss konsequent durchgezogen werden.

Um einen Flohbefall beim Hund rechtzeitig zu entdecken ist es ratsam seinen Vierbeiner oft mit einem Kamm zu bürsten. Außerdem sollten die Schlaf- und Liegeplätze des Hundes regelmäßig, möglichst heiß gewaschen werden. Man kann zum Schutz vor Flöhen auch vorbeugend Flohmittel benutzen.

Auch bei der Beseitigung spielt Putzen eine wichtige Rolle. Um Die Eier, Larven und Puppen loszuwerden, muss man regelmäßig und gründlich die Wohnung reinigen und die Klamotten, Decken und ähnliches heiß waschen oder in die Tiefkühltruhe stecken. Hilft all dies nicht, kann man zu Umgebungssprays oder der sogenannten „Flohbombe“ greifen.

Flöhe und Haarlinge übertragen sich selbst bei kurzen Begegnungen
Flöhe und Haarlinge übertragen sich selbst bei kurzen Begegnungen

Zu der Behandlung des Tiers und zur Prophylaxe gibt es verschiedene Flohmittel. Der Spot-on und das Flohhalsband verteilen ihren Wirkstoff über die Haut und der Schutz tritt innerhalb von 24 Stunden ein. Spot-on‘s wirken meistens 4 Wochen, Flohhalsbänder 3-6 Monate. Die Tabletten wirken innerlich, töten den Schädling über dessen Biss und halten bis zu 3 Monaten. Floh Shampoos beseitigen Flöhe, die sich auf dem Hund befinden und halten höchstens eine Woche.

Schutz vor Haarlingen

Haarlinge sind 1 bis 1,5 mm große Tierläuse, die zur Nahrungsaufnahme mit ihren Kiefern Haare, Schuppen und Sekrete zerkleinern. Sie sind wirtsspezifisch, das heißt sie verlassen ihren Wirt nicht und befallen somit auch keine Menschen. Sie verbringen ihr ganzes Leben im Fell des Tieres und sind kaum in seiner Umgebung verstreut. Daher ist die Beseitigung deutlich einfacher als die von Flöhen. Die meisten Flohmittel sind auch bei der Behandlung von Haarlingen wirksam und die Prozedur sollte nach zwei Wochen wiederholt werden, um auch den Nachwuchs zu töten. Außerdem sollten auch Tiere, die mit dem befallenen Hund dichten Kontakt hatten, nach den Parasiten untersucht werden.

Wichtige Impfungen für den Hund

Wichtige Impfungen für den Hund
Um dem geliebten Vierbeiner ein möglichst langes und beschwerdefreies Leben zu gewährleisten, sind regelmäßige Impfungen sehr wichtig. Doch welche Impfungen sind wirklich unverzichtbar und wie oft sollten diese erneuert werden?

Wichtige Impfungen gegen Infektionskrankheiten
Es wird gesagt, dass Hunde zwar gegen die gängigsten Infektionen geimpft werden sollten, zu häufige Impfungen jedoch auch krank machen können. Wichtig ist hingegen, dass der Vierbeiner vor allem gegen Infektionen geimpft wird, die am weitesten verbreitet sind und ansteckend sein können, diese sind:

  • Staupe
  • Hepatitis (CAV-2)
  • Tollwut
  • Canines Influenzavirus
  • Parvovirose

Über die notwendigen Impfungen sind sich die Experten einig, über die Häufigkeit hingegen nicht. Tierärzte empfehlen eine jährliche Auffrischung des Impfschutzes, obwohl die einzelnen Impfungen und deren Schutz teilweise bis zu 7 Jahre anhalten. Impfungen schwächen in der Anfangsphase das Immunsystem des Hundes, damit der Körper gegen den zugeführten Erreger Antikörper bildet. Der Körper wird also geschwächt und muss sehr viel arbeiten, aus diesem Grund sollten Hundebesitzer sich ausführlich darüber informieren, ob es nicht auch ausreicht, die anfallenden Impfungen für den Hund alle zwei bis drei Jahre zu erneuern. Denn einige Studien zeigen, dass auch noch Jahre nach der letzten Impfung Antikörper gegen die etwaigen Erreger vorhanden sind.

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Der EU-Heimtierpass
Steht ein Urlaub mit Hund innerhalb der EU an, muss ein sogenannter EU-Heimtierpass vorhanden sein. Seit dem Jahr 2004 ist dieser vorgeschrieben und seitdem Pflicht bei dem Verreisen mit einem Hund innerhalb der EU. Bei der Einreise in ein EU-Land, wird an der Grenze vor allem darauf geachtet, ob eine aktuelle Tollwutimpfung vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, kann es zu Problemen kommen und die Einreise verweigert werden. Zu bekommen ist der EU-Heimtierpass bei einem hierfür qualifizierten Tierarzt. Nach einer Tollwutimpfung erhält der Hund eine Plakette, die am Halsband befestigt wird.

Einreisebestimmungen in Nicht-EU-Länder
Natürlich muss auch hier eine aktuelle Tollwutimpfung vorhanden sein, doch teilweise fallen noch weitere wichtige Impfungen an, die für die Einreise in das jeweilige Land notwendig sind. Deshalb ist es wichtig, sich vor der Einreise ausreichend zu informieren, um an der Grenze keine Probleme zu bekommen. Auch bei der Rückkehr und der damit verbundenen Wiedereinfuhr des Hundes nach Deutschland müssen einige Bedingungen gegeben sein. Ein Urlaub mit Hund muss daher sehr gut durchdacht und geplant werden.

Fazit: Impfungen ja, aber nicht zwingend jährlich
Auch wenn Tierärzte in der Regel eine jährliche Auffrischung empfehlen, ist dies nicht zwingend notwendig, da die meisten Erreger nicht lediglich ein, sondern mehrere Jahre im Körper des Hundes bleiben. Um diesen nicht unnötig, durch zu häufige Impfungen, zu stressen, sollte der Hundehalter mit dem Tierarzt darüber sprechen, ob er Impfstoffe mit einer langjährigen Wirkung zur Verfügung hat.